Sunday’s Summary #10

Meine Lieben!

Diese Woche habe ich ruhig angehen lassen und einmal wirklich Montreal auf mich wirken lassen. Mittlerweile ist bereits das zweite Drittel meines Aufenthalts sowie meine Schulzeit um und auch die Weihnachtsbeleuchtung zeigt mir, dass ich gar nicht mehr so viel Zeit übrig habe.

Leider startete ich recht angeschlagen in die Woche und so ging es am Montag, nach einer kleinen Shoppingtour mit Mariana, nur noch schnell in mein Lieblings-Burger-Lokal essen und dann ins Bett.

Am Dienstag trafen Mariana und ich uns noch zum Mittagessen, bevor es für sie weiter nach Toronto ging und für mich nach Hause zum Auskurieren.

Am Mittwoch „schenkte“ uns die Schule anlässlich des Remembrence Day einen freien Tag und den nützten Sarah und ich, um uns ein wenig zu bilden. Zuerst machte ich mich allerdings am Vormittag auf nach Chinatown, um günstig Lebensmittel einzukaufen. Nachmittags konnten wir am Weg durch Downtown bereits die ersten Weihnachtsdekorationen bewundern und stoppten in einem netten Studenten-Café bevor es auf ins Museum ging. Im McCord Museum angekommen, lernten wir neben der Geschichte Montreals auch gleich die Geschichte der Spielzeuge, die uns besonders unterhielt. Außerdem las ich dort erstmals einen Museums-Text auf Französisch und verstand ihn komplett, was mich natürlich sehr freute.

Der Höhepunkt der Woche war dann am Donnerstag mein Jobinterview beim “Segal Center of Performing Arts” und da ich mich ganz gut geschlagen habe, bin ich dort ab Montag als Paraktikantin. Abends ging es dann wiedermal ins Apartement 200 und ich feierte bereits meinen Schulschluss.

Und am Freitag war es dann tatsächlich soweit: Ich bekam nach 10 Wochen Schule mein „Diplom“ ausgestellt und musste mich von meinen (mittlerweile) liebgewonnenen Lehrern verabschieden. Um das ausgiebig zu feiern, gingen Sarah und ich mit ein paar anderen Leuten aus der Schule brunchen. Abends ereilten uns aber die schrecklichen Nachrichten aus Paris und schockierten uns zu tiefst! Gerade hier in Quebec ist die Solidarität des Volks sehr hoch und auch in meinem Studentenheim (in dem unter anderem auch Pariser leben) brach allgemeine Fassungslosigkeit aus. Glücklicherweise geht es all meinen Freunden in Paris gut, aber dieses Attentat zeigte mir einmal wieder, wie schnell das Leben vorbei sein kann, und wie sehr sich Europa in meiner Abwesenheit verändert.

Um auf andere Gedanken zu kommen, fuhren Sarah, Julia und ich am Samstag in eine riesige Mall außerhalb der Stadt. Und die einstündige Anreise hat sich wirklich ausgezahlt, denn ich konnte einen Großeinkauf bei Victoria’s Secret erledigen und habe vielleicht auch schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk besorgt…

Sonntags verbanden Sarah und ich unseren Lebensmittel-Großeinkauf mit einem kleinen Work-out und wir marschierten gute 10 km von unserem Wohnhaus bis zur Spitze des Mont-Royals und dann zu unserem neuen Lieblings-Supermarkt im Plateau. Später gönnten wir uns noch Café und Crêpe, bevor wir beide, pünktlich zur Facetime-Session wieder zu Hause sein mussten.

Vielleicht gerade weil ich diese Woche nicht das meiste Programm hatte, habe ich endlich das Gefühl, in Montréal angekommen zu sein und zu einem gewissen Teil dazuzugehören. Daher freue ich mich umso mehr, bald auch die Arbeitswelt Montréals kennenzulernen und auch in dem letzten Drittel meines Aufenthalts auf neue Herausforderungen zu treffen.

Ich hoffe natürlich inständig, dass ihr alle in Sicherheit seid und bitte gebt immer gut Acht! Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und schicke euch ganz viele Bussis

Eure Stella

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s