Sunday’s Summary #3

Meine Lieben!

Diese Woche ist tatsächlich der Herbst eingekehrt und von den Hochsommertemperaturen bei meiner Ankunft leider wenig übrig geblieben. Während jetzt endlich der berühmte Farbenwechsel der Laubblätter beginnt, verbrachte ich hier wieder einmal eine äußerst ereignisvolle Woche.

Am Montag schleppte ich mich, noch immer recht angeschlagen, in die Schule. Meinen Test absolvierte ich zwar halbwegs passabel, doch das zehrte dann doch an meinen Kräften. Zum Glück habe ich nicht nur unglaubliche Freunde in Wien, die bis spät in die Nacht mit mir Serien schauen, sondern auch hier echt aufbauende Mitbewohner, die mich mit einer kleinen Pancake-Party schnell wieder genesen ließen.

Dienstags besorgte ich mir dann neue Halswehzuckerl, bevor wir einen Probefeueralarm hatten. Dieser war wenig spektakulär, doch es war recht interessant einmal zu sehen, mit wem man da so unter einem Dach lebt.

Zur Wochenmitte ging es mir dann, Dank meiner importierten Reiseapotheke, wirklich schon viel viel besser. Daher nahm ich mit einigen anderen Mitschülern nach dem Unterricht an der Schoolactivity “Yoga in the Park” teil. Auch wenn ich noch bei weitem kein Yoga-Guru bin, muss ich echt gestehen, dass diese Stunde direkt in der freien Natur wahre Wunder für Körper und Geist bewirkt hat.

Am Donnerstag begab ich mich dann – mit neuen Energien – in der Mittagspause noch einmal an die frische Luft. Und so genoss ich mit Schulfreunden die vermutlich allerletzten warmen Sonnenstrahlen das Jahres am Saint-Laurentsriver. Nach dem Unterricht nahm ich dann zum zweiten Mal diese Woche bei der Schoolactivity teil und entdeckte Montréal erstmals am Fahrrad. Zuerst stoppten wir kurz bei “Atwater Market” (mit unserem Naschmarkt zu vergleichen, zwar viel kleiner, dafür aber ohne Baustelle) um Obst einzukaufen. Danach machten wir uns auf den Weg zu einem Pavillon, um uns bei einer traumhaften Aussicht für den Heimweg zu stärken. Und so fiel ich dann nach fast 12 km Radtour recht bald erschöpft ins Bett.

Dank des verkürzten Unterrichts konnten wir am Freitag wieder mal gemeinsam Mittag essen gehen, diesmal jedoch Indoor. Danach begleiteten mich zwei Freundinnen noch nach Downtown, wo ich mein neues Schatzi/iPhone erstand (da meine altes auf A1 gesperrt war und seinen Geist aufgab…). Nachmittags widmete ich mich daher dem Einrichten meines Handys und dann traf ich zu späterer Stunde auch noch einige Freunde.

Samstags holte ich dann das Wochenendprogramm von letzter Woche nach und erklimmte zum zweiten, und sicherlich nicht letzten Mal, den Mont-Royal. Danach erkundeten Ana, eine ganz liebe Brasilianerin mit portugiesischen Wurzeln, die schon seit Februar in  hier ist, Sahra und ich die Plateau Gegend in Montréal. (Dieser Stadtteil ist der bei Studenten beliebteste und hat einige nette Lokale und Boutiquen zu bieten.) Wie es sich für Montreal gehört, gingen wir auch gleich an einem Musikfestival vorbei und konnten Sportbegeisterten bei einer Runde Baseball zusehen. Am Abend schaffte ich es dann tatsächlich zum ersten Mal beim Kochen den Feueralarm auszulösen, zum Glück aber nur den kücheninternen, bevor wieder mal Freunde zu uns kamen. Sicherlich ein größter Pluspunkt für meine Unterkunft, der mir spätestens nach diesem Wochenende klar wurde, ist, dass, wir wann auch immer wir wollen, Leute zu uns in die Küche einladen können.

Heute habe ich hier einmal richtig ausgeschlafen und musste mich dann aber wegen kaputten Waschmaschinen ärgern. Neben meinen üblichen “chores” habe ich es aber auch tatsächlich ins Gym geschafft. Da ich dieses Jahr leider nicht am “Nightrun” teilnehmen kann, habe ich die Gelegenheit gleich genützt, und startete einen kleinen Testlauf am Laufband. Auch wenn mein Ergebnis da nicht gerade berauschend war, fordere ich hiermit alle Teilnehmer auf, meine Zeit (über eine Minute langsamer als letztes Jahr) zu schlagen.

Langsam glaube ich die Kultur hier ein wenig zu verstehen und erkenne warum die Montrealer momentan jede Sekunde im Freien verbringen und wofür es diese ganzen unterirdischen Durchgänge gibt. Ich bin aber trotzdem guter Dinge, dass ich für die kühlen Temperaturen hier gewappnet bin, und freue mich schon auf meine vierte Woche hier. (Mir ist beim Schreiben aufgefallen, dass die ersten 20% meiner Zeit hier bereits vorbei sind!) In diesem Sinn wünsche ich euch allen einen guten Start in die neue Woche und schicke euch ganz viele Bussiiiis aus Montreal!

Eure Stella

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