Sunday’s Summary #2

Meine Lieben!

Schon wieder ist für mich eine Woche in Montreal zu Ende gegangen und somit ist es auch schon wieder an der Zeit euch alle auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen:

Angefangen hat die letzte Woche mit einem äußerst gemütlichen Montag, an dem ich mich der Fertigstellung meines Zimmers widmete. (Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich noch gar keinem Mistkübel …)

Dienstags beschloss ich dann ENDLICH mir dieses unglaubliche Gym, das in meinem Studentenheim inkludiert ist, auch von innen anzusehen. John Harris und Holms Place sehen dagegen alt aus… Alle Geräte funktionieren hier nämlich über Touchscreen auf iPad Qualität und sind noch dazu mit Fernseher und Herzfrequenz-Messer ausgestattet; meine Stunden mit dem Oliver, können sie aber trotzdem nicht ersetzen. Doch der größte Unterschied zu Wien ist definitiv die Temperatur; im Park Club herrschten im Hochsommer saunaähnliche Temperaturen vor, während das Gym hier auf Eiskasten-Grade herab gekühlt ist. Nach meinem Training traf ich dann in unserer Gemeinschaftsküche, beim Abendessen, Sarah, eine ganz liebe Schweizerin, die ebenfalls in meine Sprachschule geht und mit der ich mich echt gut verstehe.

Gemeinsam machten wir uns dann am Mittwoch auf einen kleinen Lebensmitteleinkauf, bevor es nach LaSalle (Ein Stadtteil in Montreal, in dem unter anderem auch viele Sprachschüler untergebracht sind.) ging. Dort trafen wir einige andere Freunde und verbrachten den Abend gemeinsam am Saint-Laurents River bei einem nette BBQ.

Am Donnerstag besuchte ich dann mit meiner Vocabulaire-Klasse eine wahnsinnig interessante Ausstellung eines britischen Künstlers mit nigerianischen Wurzeln. (Yinka Shonibare; Er verbindet in seinen Arbeiten klassische Formen der Kolonialzeit mit afrikanischen Mustern und schafft somit unglaubliche Meisterwerke.) So beeindruckend ich diese Ausstellung auch fand, muss ich aber ehrlich zugeben, dass mich die kanadische Museumsführerin, die uns auf Französisch durch die Ausstellung begleitete, mehr verwirrt als informiert hat. Denn auch wenn sie mir manches mehrmals versucht hat zu erklären, verstand ich es erst im Nachhinein, als ich auf Englisch im Flyer nachgelesen hatte.

Am Freitag ging es dann nach dem angenehm kurzen Vormittagsunterricht in mein, bis jetzt, liebstes Mittagslokal, in dem man um C$12 (das sind ungefähr 8€) ein warmes Mittagessen bekommt; für kanadische Verhältnisse ein echtes Schnäppchen! Gemeinsam mit Freunden beschlossen wir, unser Essen in einen angrenzenden Park mitzunehmen und dort zu picknicken.  Schließlich wollten wir die, vermutlich letzten, warmen Sonnenstunden im Freien genießen. Anschließend machte ich mich dann mit 3 weiteren Mädels auf den Weg nach Downtown, da einige schon Panik bekamen, was sie bei kälteren Temperaturen anziehen sollten. Ich kaufte mir hingegen nur Duschgel und Bodylotin bei Bath&Bodyworks (Das ist eine  U.S.-amerikanische Firma, die für ihre unglaublichen Duftkredenzen bekannt wurde.) in herbstlichen Noten wie “Leaves” (riecht genau so wie beim Adventkranzbinden). Doch nach diesem Shopping-Trip erkannten wir dann, dass dies nicht zu unserer allwöchentlichen Gewohnheit werden darf, und beschlossen nächste Woche ins Museum zu gehen.

Samstags gab mein Immunsystem dann der permanenten Unterkühlung durch die Klimaanlage nach und verordnete mir einen Tag Pause. Glücklicherweise ging es Sahra da sehr ähnlich und somit verbrachten wir beide unseren Samstag mit viel Tee und Halsweh-Zuckerln in der Küche. Eigentlich wäre dann für Abend ein netter Spaziergang auf den Mont-Royal geplant gewesen, um einige Fotos bei Sonnenuntergang zu machen. Doch genau, als wir los gehen wollten, begann zu regnen, und so wurde schnell umdisponiert und Sahra und ich luden alle in unsere Küche zu einem gemütlichen Netflix-Abend ein.

Schon wesentlich gesünder als am Vortag nahm ich dann heute am “Terry Fox Run” teil. (Dies ist ein Charity-Laufevent um Krebspatienten seine Unterstützung zu zeigen und bei jeder Teilnahme werden C$20 an eine Stiftung gespendet.) Also lief ich, mit meinem hauseigenen Team für den guten Zweck, eine wunderschöne Strecke hier in Montreal, direkt am Saint-Laurents River, bei Old-Port. Danach erledigte ich lediglich meine sonntäglichen Pflichten, zu denen neuerdings auch wieder lernen zählt. Natürlich blieb dabei aber auch noch Zeit für eine ausgiebige Facetime Session mit Papi und Mami.

Morgen werde ich dann meinen ersten Französisch-Test schreiben, vor dem ich definitiv mehr als nur Respekt habe… Ansonsten bin ich aber durchaus guter Dinge und habe ich mich bereits echt gut eingelebt. Umso absurder kommt mir im Moment der Gedanke vor, dass ich heute in genau drei Monaten schon wieder in einem Flieger auf dem Weg nach Hause sitze. Ich will euch aber nicht vorenthalten, dass ich bereits ein Liste in meinem Kopf habe, an Dingen, die ich an Wien vermisse und an Dingen, die ich vermissen werde, wenn ich wieder zurückkomme.

Ich hoffe, ihr habt die letzte Woche auch gut verbracht, die Hitzewelle überstanden, und könnt euch noch halbwegs frei bewegen. Ich schicke euch ganz viele Bussiii und wünsche euch eine wunderschöne Woche,

Eure Stella

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