Sunday’s Summary #1

Meine Lieben!

Montags war in Kanada ein Feiertag, und während in Wien wieder alle die Schulbank drücken mussten, konnte ich mich noch ausschlafen und den Tag ruhig angehen lassen. Auf einer ersten Besichtigung meines Schulwegs, stellte ich dann zu meiner Freude fest, dass ich die nächsten 10 Wochen immer an einem Starbucks vorbeigehen werde, sowie, dass ich nicht einmal 10 Minuten in die Schule brauche. Und natürlich widmete ich mich dann auch noch ausgiebigen Facetime – Sessions, um alle auf den neuesten Stand zu bringen.

Am Dienstag ging es dann mit der Sprachschule und einem Einstufungstest, den ich halbwegs akzeptabel absolvieren konnte (wundersamerweise wurde ich auf B1 Niveau eingestuft) los. Nachmittags hatte ich auch schon meine ersten Unterrichtsstunden. (Ich habe jeden Tag Vormittags 3 Stunden generellen Französischunterricht in dem wir hauptsächlich Grammatik durchmachen, aber auch Texte Schreiben und sogar Hausübung bekommen… und Nachmittags je eineinhalb Stunden Vocabulaire- und Écriture-Unterricht.) Damit mir hier auch ja nicht langweilig wird, und ich immer was zu tun habe, bietet die Sprachschule auch noch nach dem Unterricht einiges an Programm an. Somit ließ ich den Tag mit einigen neu gefundenen Freunden bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Montreal ausklingen. Dabei wurden wir dann neben Museen und Sehenswürdigkeiten, auch auf einige Restaurants und Bars aufmerksam gemacht. Später fiel ich dann doch recht erschöpft ins Bett und beschloss, meinen Großeinkauf auf den nächsten Tag zu verschieben.

Der Mittwoch war dann mein erster richtiger Schultag, an dem ich unter anderem auch meinen ersten Französischaufsatz seit Jahren zurück bekam(“Erfolg” unten sichtbar). Da ich hier auf mich alleine gestellt bin und es keine Mami gibt die Abendessen macht, ging es für mich, nach der Schule, in den Supermarkt einkaufen und dann ans Kochen. Dabei lernte ich gleich einen ganz lieben Burschen aus Mexiko kennen, der sich wie ein großer Bruder um mich und meine Ratlosigkeit gekümmert hat. (Aber keine Sorge, das ist und bleibt eine rein platonische Freundschaft.)

Donnerstags ging es für mich erstmals auf den Mont-Royal, einen der schönsten Erholungsorte mitten im Stadtzentrum, die ich je gesehen habe. Von der Aussichtsplattform an der Spitze des Berges hat man einen unglaublichen Ausblick über Montréal und im Park selber kommen einem echt viele sportbegeisterte Jogger/Walker entgegen. Am Abend war ich dann nicht wie der Rest Montreals am Madonna Konzert, sondern mit einer Freundin gemütlich in der Stadt essen.

Glücklicherweise habe ich am Freitag immer nur bis um 12 Schule, und so konnte der Nachmittag für einen ausgiebigen Shopping-Trip mir Freundinnen genützt werden. Dabei erstand ich neben einer Lichterkette für meinen Schreibtisch, damit ich auch Abends noch etwas sehe, auch endlich Geschirr und Besteck.

Am Samstag begab ich mich dann, mit einigen anderen Schülern aus meiner Sprachschule, auf einen beeindruckenden Tagesausflug nach Quebec, eine Kleinstadt die durch ihren europäischen Charme bei mir gleich Heimatgefühle auslöste. (Ein genauerer Bericht von dem Ausflug folgt noch, da das hier jetzt den Rahmen sprengen würde. Also einfach meinen Blog abonnieren damit ihr bei neuen Einträgen immer gleich benachrichtigt werdet.)

Und somit sind wir bei Sonntag angelangt, ein echt verregneter Tag, den ich wie schon in der vorherigen Woche nutze, um mit Friends und Family in der Heimat Kontakt auf zu nehmen. Und als Europa dann zu Bette ging, beschloss ich mich tatsächlich um die “daily chores” hier zu kümmern und nahm zum ersten Mal eine amerikanische Waschmaschine in Betrieb. Und der Erfolg kann sich sehen lassen, denn nach dem gezählt siebten Mal in diesem Waschraum, glaube ich,  nichts verwaschen zu haben.

Alles in allem ist meine erste Woche hier sehr rasch vorübergegangen, und hat mir vor lauter Events kaum Zeit gelassen zu realisieren, dass ich hier jetzt tatsächlich wohne. Doch langsam lebe ich mich ein und beginne sogar Gewohnheiten zu entwickeln, wie den morgendlichen Anruf während meinem Frühstück bei Mami oder Papi. Und natürlich bekomme ich bei Gedanken an meine Engsten noch Heimweh, aber es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre! Doch die vielen lieben Menschen, die ich bereits kennen gelernt haben, sorgen ständig für Unterhaltung. Also ist die Gefahr, dass ich mich einsam fühle, recht gering.

In diesem Sinn wünsche ich euch allen einen guten Start in die neue Woche und schicke euch ganz viele Bussiiiis aus Montreal!

Eure Stella

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